Osteopathische und chiropraktische Therapie
für Pferde und Hunde
Osteopathie nach Welter-Böller
Chiropraktik (International Academy of Veterinary Chiropractic)
Physiotherapie
Faszienbehandlungen
Craniosacrale Therapie
Funktionelles Taping/Kinesiotaping 
Dry Needling / Triggerpunktbehandlungen
Behandlungen mit dem Novafon
Vibrationstraining auf dem Vitafloor (auch mobil möglich)

bewegung - eine frage der biomechanik

Tiere als Vierbeiner sind Meister im Kompensieren (Ausgleichen) bei Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen.

Wenn ein Bein weh tut, benutzt ein Tier die anderen drei Beine mehr. Wenn ein Gelenk sich weniger bewegt, bewegen sich die umliegenden Gelenke etwas mehr, sodass auf den ersten Blick das Gangbild nicht groß verändert scheint.

Uns Menschen fällt meist zu Beginn gar nicht auf, dass etwas nicht stimmt. In der Regel sind Lahmheiten erst zu sehen, wenn wirklich etwas schmerzt oder kaputt gegangen ist. 

Die Heilung dauert dann oftmals lange und ist unter Umständen auch mit hohen Kosten verbunden. Das Wohlbefinden des Tieres durch Schmerzen und/oder Steh- bzw. Schonzeiten meist deutlich beeinträchtigt.

 

Was passiert bei weniger beweglichen Gelenken und benachbarten Gelenken, die in Folge dessen überbeweglich sind? Die Biomechanik ändert sich, es kommt zu Mehrbelastung von Bändern, Sehnen und Muskulatur. Die Muskeln im Körper sind in Ketten geschaltet, die Faszien im Körper sind alle miteinander verbunden. Die Mehrbelastung durch Veränderung der Biomechanik betrifft also nicht nur einzelne Muskeln und Gelenke, sondern in der Regel komplette Muskelketten, die sich durch den gesamten Körper ziehen. Das schwächste Glied in der Kette geht dann zuerst kaputt und nimmt Schaden. Beim Pferd sind es oft die Strukturen des Fesseltrageapparats, Beugesehnen, Fesselträger, Unterstützungsband oder auch die Hufrolle, die durch Kompensation an anderer Stelle so lange überbelastet werden bis es zu Verletzungen kommt. Die wenigsten dieser Verletzungen geschehen wirklich akut durch "in ein Loch treten" bei komplett gesunden Strukturen, häufig gibt es vorher längere bis zu Jahre schon andauernde Kompensationshaltungen, die das Gewebe langfristig mürbe machen - bis ein Moment, ein kleines Abrutschen oder Vetreten ausreicht und der Schaden dann da ist.

Und wie oft sieht man dann, dass es zuerst ein Schaden vorne rechts war, danach vorne links und gerade wenn das Training wieder aufgenommen werden soll, geht das Bein hinten links kaputt. Schnell steckt man mit seinem Pferd in einem Teufelskreis mit Schonphase an Schonphase. Das Bewegungstier Pferd ist für Bewegung gemacht, Folgeprobleme durch längere Schonzeiten mit wenig Bewegung sind deshalb oft vorprogrammiert. Der Weg zur Heilung ist oft lang und für alle Beteiligten frustrierend.

 

Vorbeugen bevor es zu schäden kommt

Bei osteopathischen und chiropraktischen Behandlungen werden die Gelenke im Körper einzeln bewegt und getestet. Sehr kleine Asymmetrien in der Beweglichkeit sind somit früh spürbar und werden sanft behandelt. Bestehende Muskelverspannung können sich so lösen, die Faszien wieder frei arbeiten. Durch die Wiederherstellung der Beweglichkeit werden Kompensationen aufgelöst und der Körper kann sich gesünder bewegen, das Verletzungsrisiko sinkt.

Wann macht eine therapeutische Behandlung BEim Pferd Sinn?

 

Sehr gerne regelmäßig im Abstand von 3-12 Monaten bevor es zu Problemen kommt.

Je weniger Bewegungseinschränkungen im Pferdekörper vorhanden sind, desto geringer ist das Verletzungsrisiko.

 

Bei folgenden Problemen sind therapeutische Behandlungen sinnvoll:

  • Probleme mit Stellung und Biegung
  • Widersetzlichkeit beim Reiten, Longieren, Putzen, Satteln, Trensen, Anfassen in bestimmten Körperregionen
  • Problemen beim (An-)Galoppieren
  • Leistungsabfall
  • Nach Lahmheiten, Verletzungen oder Trainingspausen, bevor das Training wieder aufgenommen wird
  • Schweifschiefhaltung (je frischer die Schiefhaltung ist, desto besser die Prognose, vor allem bei Jungpferden/Fohlen)
  • Nach Zahnbehandlungen (vor allem, wenn es "viel zu tun" gab)
  • Bei Huf-Fehlstellungen (bei angeborenen Fehlstellungen kann der Körper unterstützt werden, die Fehlstellungen auszugleichen, andersherum können länger bestehende Kompensationshaltungen im Körper auch in nicht optimalen Hufstellungen enden

Die therapeutische Behandlung kann helfen die Informationsweiterleitung aller Impulse aus dem Körper (Muskeln und innere Organe) ins Gehirn zu verbessern, wenn das Gehirn besser über die Vorgänge im Körper Bescheid weiß, kann es gezieltere Informationen zur Steuerung von Muskeln und Organen aussenden, deshalb können Behandlungen auch in folgenden Fällen hilfreich sein:

  • Bei oder nach Hustenerkrankungen, Lungenproblemen
  • Bei oder nach Darmerkrankungen
  • Bei Fruchtbarkeitsproblemen

WANN MACHT EINE THERAPEUTISCHE BEHANDLUNG BEIM HUND SINN?

 

Auch bei Hunden treten Kompensationshaltungen auf! Durch die andere Nutzung der meisten Hunde, werden diese oftmals noch später als beim Pferd entdeckt. Vor allem bei Sporthunden oder bei Arbeitshunden fallen verminderte Leistung oder Probleme bei der Umsetzung bestimmter Aufgaben ähnlich wie bei Reitpferden meist schneller auf.

 

Bei vielen Symptomen, vor allem Lahmheiten oder Hautkrankheiten macht es Sinn, den Haustierarzt vor einer therapeutischen Behandlung aufzusuchen um infektiöse o.ä. Ursachen auszuschließen.

Bei folgenden Symptomen können therapeutische Behandlungen begleitend dennoch sinnvoll sein:

  • Leistungsabfall, Vermeidung von bestimmten Aufgaben
  • Nach Lahmheiten, Verletzungen
  • Nach Operationen
  • Probleme mit dem Aufstehen
  • Probleme mit dem Treppensteigen
  • Probleme beim Ein- oder Aussteigen ins Auto
  • der Hund kann nicht mehr auf Sofa oder Bett springen
  • Wenn ältere Hunde wieder im Welpensitz sitzen
  • Leck-Ekzeme
  • Kot- oder Urininkontinenz
  • Probleme bei Kot- oder Urinabsatz (laufen beim Kot absetzen, Rüden pinkeln wie Hündin, ... )

Regelmäßige Check Ups machen vor allem bei jungen, wachsenden Hunden Sinn (ab 8.-12. Lebenswoche, alle 2-6 Monate) und auch bei langsam älter werdenden Hunden, um sie so lange wie möglich beweglich zu halten.

 

Spielt der junge Hund ungewöhnlich wenig? Das könnte ein Hinweis auf Schmerzen bei bestimmten Bewegungen sein. Auch sehr heftig spielende Hunde oder solche die noch nicht leinenführig sind, das heißt viel ziehen an der Leine, haben öfter eingeschränkte Beweglichkeiten in Wirbelsäule und Gliedmaßengelenken.